SuSE Linux 9.0

Installation und Konfiguration





Primär gehe ich hier - wie üblich - auf die Nachteile von SuSE 9.0 ein.
In erster Linie betrachte ich die Veränderungen zu vorhergegangenen SuSE Versionen.



Vorteile:



+ YaST2
    YaST ist nun doch sehr ausgereift. Auch das Online Update funktioniert einwandfrei. Fast schon zu überladen.


+ ACPI
    ACPI ist im Kernel implementiert.


+ Freundlich für Linux-Neulinge
    Die neueste Hardware wird gut erkannt und die Installation für Linux-Newbies ist einfach wie nie zuvor.




Nachteile:


- Xine & Multimedia
    Diesmal wird von SuSE Xine und andere Mediaplayer dazugepackt. Abgesehen davon, dass ich mich frage, warum soviele
    verschiedene Mediaplayer notwendig sind, funktioniert Xine nicht mit CSS-DVDs. Ein kleiner Hinweis ("Aufgrund von
    neuen Urheberrechten in Deutschland ... http://...") verweist auf eine SuSE-Seite im WWW. Allerdings steht dort nur die
    Werbung über die grossartigen Multimedia-Leistungen von SuSE 9.0.
    Zu allem Überfluss ist SuSE-9.0-Xine verknüpft mit anderen Programmen. Eine Deinstallation und eine Neuinstallation einer
    vollwertigen Xine-Version ist also möglicherweise mit etwas Zeitaufwand verbunden.


- Aktuelle Software?
    KMail funktionierte nicht. Da dieses Mailprogramm für mich wichtig ist, installierte ich die alte kmail-Version von SuSE 8.2.
    Leider war das Signieren von Mails überhaupt nicht möglich. Verschlüsseln funktionierte aber. Nach langen Stunden und Tests
    hatte ich es schliesslich aufgegeben und mich schon mal darauf eingestellt, dass ich wohl ausserhalb von KMail signieren muss
    und den Text dann mit Copy & Paste einfügen muss. Aber siehe da ... einen Tag später, aber einige Wochen nach Herausgabe von
    SuSE bzw. KDE, gab es ein kleines KDE-core Update und alles funktionierte wieder.
    Bei solchen ärgerlichen Fehlern erwarte ich mir zumindest einen kleinen Hinweis auf der SuSE-Homepage. Signieren und Verschlüsseln
    sind ja schliesslich auch wichtige Features, die nicht wochenlang einfach so "vergessen" werden können.


- Softmodem
    Erstmalig wurde das Softmodem von YaST ordnungsgemäss erkannt. Und Treiber sind auch einige auf der Installations-DVD enthalten.
    Aber leider hat das keine Auswirkung daraufhin, dass das Softmodem verwendet werden kann.


- KMenu
    Erstaunlicherweise hat SuSE (oder KDE?) die Menüstruktur auf SuSE fixiert. Es gibt theoretisch 2 neue Directories im /home:
    .config und .local. Ein einfaches Konfigurieren des Menüs via kopieren eines xx.desktop Files ist nicht mehr möglich.
    Nachdem leider auch bei dieser Version bei weitem nicht alle Programme im Menü eingetragen sind, habe ich einfach einen
    "Quick Browser" hinzugefügt und dort die Application-Icons hinein kopiert.




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